SCHIEDRICHTER NEWS - SPIELREGELN

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Die unendliche Geschichte... oder “Wie man einen Spielerpass ausfüllt”

Die unendliche Geschichte II.  ...

Festlegungen & Bestimmungen zum Spielverkehr 2001 / 2002

1.3. Es werden Spielberichtsbögen und Aufstellungszettel des DVV benutzt, die
      durch die Geschäftsstelle des SSVB vertrieben werden

1.4. Spielball für alle Spielklassen ist der farbige MOLTEN IV 58 LC, den der
       gastgebende Verein zu stellen hat.




AKTUELLE INTERNATIONALE  VOLLEYBALLSPIELREGELN
 

 
Abbildungen:

Der Wettkampfbereich Sichtblock und Block Offizielle Handzeichen II
Die Spielfläche Hinterfeld - Angriff Offizielle Handzeichen III
Das Spielfeld Gelbe/Rote Karte Offizielle Handzeichen IV
Das Netz Standort des Schiedsgerichts Offizielle Handzeichen V
Position der Spieler Offizielle Handzeichen I Offizielle Fahnenzeichen
Überquerungssektor des Balles    



1. SPIELFLÄCHE
(Abb. 1a, 1b und 2)

Die Spielfläche umfasst das Spielfeld und die Freizone. Sie muss rechteckig und symmetrisch sein.

1.1 ABMESSUNGEN
Das Spielfeld ist ein Rechteck von 18x9 m und an allen Seiten von einer mindestens 3 m breiten Freizone umgeben. 

Der freie Spielraum ist der Raum oberhalb der Spielfläche frei von jedem Hindernis. Er ist mindestens 7 m hoch, gemessen von der Spielfeldoberfläche. Bei "World"-Wettbewerben der FIVB muss die Freizone ausserhalb der Seitenlinien mindestens 5 m und ausserhalb der Grundlinien mindestens 8 m betragen. Der freie Spielraum ist mindestens 12,5 m hoch, gemessen von der Spielfeldoberfläche. 

1.2 OBERFLÄCHE der Spielfläche

1.2.1 Die Oberfläche muss auf der ganzen Spielfläche eben, waagerecht und gleichmässig sein. Sie darf für die Spieler keinerlei Verletzungsgefahr aufweisen. Es ist verboten, auf einer rauhen oder rutschigen Oberfläche zu spielen. Bei "World"-und "Official"-Wettbewerben der FIVB ist nur eine Oberfläche aus Holz oder Kunststoff zugelassen. Jede Oberfläche muss von der FIVB vorher genehmigt werden. 

1.2.2 In Hallen muss die Oberfläche des Spielfelds von heller Farbe sein. Bei "World"-und "Official"-Wettbewerben der FIVB müssen die Linien weiss sein. Für das Spielfeld und für die Freizone werden andere und voneinander unterschiedliche Farben verlangt. 

1.2.3 Für Spielfelder im Freien ist eine Ablaufneigung von 5 mm je Meter zulässig. Spielfeldlinien aus harten Materialien sind verboten. 

1.3 LINIEN AUF DEM FELD

1.3.1 Alle Linien sind 5 cm breit. Sie müssen von heller Farbe und unterschiedlich zu der Farbe des Bodens sowie aller anderen Linien sein.

1.3.2 Begrenzungslinien
Zwei Seitenlinien und zwei Grundlinien begrenzen das Spielfeld und gehören zu ihm. 

1.3.3 Mittellinie
Die Achse der Mittellinie teilt das Spielfeld in zwei gleiche Felder von je 9 x 9 m. Diese Linie erstreckt sich unter dem Netz von einer Seitenlinie zur anderen.

1.3.4 Angriffslinie
In jedem Feld wird im Abstand von 3 m von der Achse der Mittellinie eine Angriffslinie gezogen, die die Vorderzone markiert (Regel 1.4.1.). Für "World"- und "Official"-Wettbe- werbe der FIVB wird die Angriffslinie durch gestrichelte Linien (fünf 15 cm lange und 5 cm breite, im Abstand von 20 cm gezogene Linien) um jeweils 1,75 m verlängert. 

1.4. ZONEN UND FLÄCHEN

1.4.1 Vorderzone
In jedem Feld wird die Vorderzone durch die Achse der Mittellinie und die äussere Seite der Angriffslinie begrenzt. Die Vorderzone erstreckt sich über die Seitenlinien hinaus bis zum Ende der Freizone. 

1.4.2 Aufschlagzone
Die Aufschlagzone ist eine 9 m breite Fläche hinter der Grundlinie (die Grundlinie ist ausgenommen).
Sie ist seitlich begrenzt durch zwei kurze Linien, jede 15 cm lang, im Abstand von 20 cm hinter der Grundlinie in Verlängerung der Seitenlinien. Beide Linien gehören zur Aufschlagzone. In der Tiefe erstreckt sich die Aufschlagzone bis zum Ende der Freizone.

1.4.3 Auswechselzone
Die Auswechselzone wird von der Verlängerung beider Angriffslinien bis zum Schreibertisch begrenzt.

1.4.4 Aufwärmfläche
Bei "World"-und "Official"-Wettbewerben der FIVB befinden sich Aufwärmflächen von etwa 3 x 3 m an beiden Ecken der Spielfläche auf der Seite der Mannschaftsbänke ausserhalb der Freizone (Abb. 1).

1.4.5 Straffläche
Strafflächen von etwa 1 m x 1 m befinden sich hinter jeder Mannschaftsbank (Abb. 1). Sie sind mit je 2 Stühlen versehen und können mit einer 5cm breiten roten Linie begrenzt werden.

1.5 TEMPERATUR
Die Temperatur darf nicht weniger als 10°C (50°F) betragen.
Bei "World"-und "Official"-Wettbewerben der FIVB darf die Temperatur nicht höher als 25°C (77°F) und nicht niedriger als 16°C (61°F) sein.

1.6 BELEUCHTUNG
Bei "World"-und "Official"-Wettbewerben der FIVB muss die Beleuchtung im Bereich der Spielfläche, gemessen 1 m über dem Boden der Spielfläche, 1000 bis 1500 Lux betragen.

2. NETZ UND PFOSTEN (Abb. 3)

2.1 NETZHÖHE

2.1.1 Senkrecht über der Mittellinie befindet sich ein Netz, dessen Oberkante bei Männern auf 2,43 m und bei Frauen auf 2,24 m liegt.

2.1.2 Die Höhe wird in der Mitte des Spielfeldes gemessen. Die Netzhöhe (über den beiden Seitenlinien) muss genau gleich sein und darf die vorgeschriebene Höhe nicht um mehr als 2 cm überschreiten. 

2.2 STRUKTUR
Das Netz ist 1,00 m breit und 9,50 m lang. Es besteht aus quadratischen Maschen von schwarzem Material mit 10 cm Seitenlänge (Abb. 3). An seiner Oberkante befindet sich ein waagerechtes, auf 5 cm Breite umgefaltetes und über die ganze Länge zusammengenähtes, weisses Band. An beiden Enden dieses Bandes ist eine Öffnung, durch die ein Seil durchgezogen wird, um das Band an den Pfosten zu befestigen und die Oberkante straff zu halten. Innerhalb des Bandes verläuft ein flexibles Stahlseil, mit dem das Netz an den Pfosten befestigt und seine Oberkante gespannt wird.  Ein an der Unterkante des Netzes (an der sich kein horizontales Band befindet) durch die Maschen gefädeltes Seil wird an die Pfosten befestigt und hält den unteren Teil des Netzes straff.

2.3 SEITENBÄNDER
Zwei weisse Bänder werden senkrecht am Netz direkt oberhalb der Seitenlinien befestigt. Sie sind 5 cm breit, 1 m lang und gehören zum Netz. 

2.4 ANTENNEN
Eine Antenne ist ein flexibler Stab von 1,80 m Länge und 10 mm Durchmesser, hergestellt aus Glasfiber oder ähnlichem Material. Je eine Antenne ist an der äusseren Kante jedes Seitenbandes befestigt. Die Antennen befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten des Netzes (Abb. 3). Die oberen 80 cm jeder Antenne befinden sich oberhalb des Netzes und sind in Abschnitten von je 10 cm in kontrastierenden Farben markiert, vorzugsweise rot und weiss. Die Antennen werden als zum Netz gehörig betrachtet und begrenzen seitlich den Überquerungssektor (Abb. 5, Regel 11.1.1).

2.5 PFOSTEN

2.5.1 Die Pfosten, die das Netz halten, befinden sich in einem Abstand von 0,50 bis 1,00m ausserhalb der Seitenlinien (Abb.3). Sie sind 2,55 m hoch und vorzugsweise verstellbar. Bei "World"- und "Official"-Wettbewerben der FIVB müssen sich die Pfosten in einem Abstand von 1,00 m ausserhalb der Seitenlinien befinden, es sei den, die FIVB genehmigt andere Verfahrensweisen. 

2.5.2 Die Pfosten müssen abgerundet und glatt sein. Zu ihrer Befestigung am Boden dürfen keine Spannseile verwendet werden. Alle gefährlichen und behindernden Konstruktionen sind zu vermeiden.

2.6 ZUSATZAUSRÜSTUNG
Jegliche Zusatzausrüstung wird durch Vorschriften der FIVB festgelegt. 

3. BÄLLE

3.1 MERKMALE
Der Ball muss kugelförmig sein und aus einer weichen Leder- oder Kunstlederhülle bestehen, die eine Blase aus Gummi oder ähnlichem Material enthält. Der Ball kann einfarbig und hell sein oder aus einer Kombination von Farben bestehen. Das Material des Kunstleders und die Farbkombinationen der Bälle müssen FIVB Standards genügen. Der Umfang muss 65 bis 67 cm und das Gewicht 260 bis 280 g sein. Der Innendruck beträgt 0,30 bis 0,325 kg/cm2 (294,3 bis 318,82 mbar bzw. hPa). 

3.2 GLEICHARTIGKEIT DER BÄLLE
Die während des Wettkampfes verwendeten Bälle müssen die gleichen Merkmale bezüglich Umfang, Gewicht, Druck, Fabrikat, Farbe usw. haben. "World"- und "Official"-Wettbewerbe der FIVB sowie Nationale oder Liga-Meisterschaften müssen mit von der FIVB zugelassenen Bällen gespielt werden, es sei denn, die FIVB genehmigt andere Verfahrensweisen.

3.3 DREI-BALL-SYSTEM
Bei "World- und Official"-Wettbewerben der FIVB müssen drei Bälle verwendet werden. In diesem Fall werden sechs Ballholer eingesetzt, je einer an den Ecken der Freizone und je einer hinter jedem Schiedsrichter (Abb. 10). 

4. MANNSCHAFTEN

4.1 ZUSAMMENSETZUNG DER MANNSCHAFT

4.1.1 Eine Mannschaft setzt sich aus höchstens zwölf Spielern, einem Trainer, einem Trainerassistenten, einem Physiotherapeuten und einem Arzt zusammen. Bei "World"- und "Official"-Wettbewerben der FIVB muss der Arzt vorher von der FIVB akkreditiert sein. 

4.1.2 Jede Mannschaft hat die Möglichkeit, auf ihrer 12 Spieler umfassenden Spielerliste einen (1) spezialisierten Defensivspieler anzugeben, den "Libero (Regel 8.5).

4.1.3 Einer der Spieler (nicht der Libero) ist der Mannschaftskapitän und wird im Spielberichtsbogen kenntlich gemacht. 

4.1.4 Nur die im Spielberichtsbogen eingetragenen Spieler dürfen das Spielfeld betreten und am Spiel teilnehmen. Nach dem Unterzeichnen des Spielberichtsbogens durch den Trainer und den Mannschaftskapitän dürfen die eingetragenen Spieler nicht mehr durch andere ersetzt werden. 

4.2 Plätze für die Mannschaften

4.2.1 Die nicht im Spiel befindlichen Spieler müssen entweder auf ihrer Mannschaftsbank sitzen oder sich auf ihrer Aufwärmfläche aufhalten (Regel 1.4.4). Der Trainer (Regel 5.2.3) und die anderen Mannschaftsmitglieder sitzen auf der Bank, dürfen aber diese vorübergehend verlassen. Die Mannschaftsbänke befinden sich seitlich neben dem Schreibertisch ausserhalb der Freizone (Abb. 1).

4.2.2 Nur den Mannschaftsmitgliedern ist es gestattet, während des Spiels auf der Bank zu sitzen und am Einspielen teilzunehmen (Regel 4.1.1).

4.2.3 Während des Spiels dürfen sich die nicht im Spiel befindlichen Spieler ohne Bälle folgenderweise aufwärmen:

4.2.3.1 während dem Spiel: auf der Aufwärmfläche (Regel 1.4.4);

4.2.3.2 während den Auszeiten: in der Freizone hinter dem Spielfeld. 

4.2.4 Während der Satzpausen dürfen die Spieler zum Aufwärmen in der Freizone Bälle benutzen.

4.3 KLEIDUNG
Die Spielerkleidung besteht aus Trikot, Hose, Socken und Sportschuhen. 

4.3.1 Trikots, Hosen und Socken müssen sauber und bezüglich der Farbe und dem Design in der gesamten Mannschaft einheitlich sein (ausgenommen der Libero, Regel 8.5).

4.3.2 Die Schuhe müssen leicht und geschmeidig, mit Sohlen aus Gummi oder Leder und ohne Absätze sein.
Bei "World"- und "Official"-Wettbewerben der FIVB für Erwachsene muss die Farbe der Schuhe einer Mannschaft ebenfalls einheitlich sein, die Warenzeichen dürfen sich aber farblich und im Design unterscheiden. Trikots und Hosen müssen den von der FIVB festgelegten Standards entsprechen. 

4.3.3 Die Trikots der Spieler müssen von 1 bis 18 nummeriert sein.

4.3.3.1 Die Nummern sind auf dem Trikot vorne und hinten jeweils in der Mitte zu befestigen. Die Farbe und die Helligkeit der Nummern müssen sich von der Farbe und der Helligkeit der Trikots deutlich abheben.

4.3.3.2 Die Nummern müssen auf der Brust mindestens 15 cm und auf dem Rücken mindestens 20 cm hoch sein. Der Streifen, aus dem die Nummern bestehen, muss mindestens 2 cm breit sein.
Für "World"- und "Official"-Wettbewerbe der FIVB sind die Spielernummern auch auf dem rechten Hosenbein anzugeben. Die Nummern müssen 4 bis 6 cm hoch sein. Der Streifen, aus dem die Nummern bestehen, muss mindestens 1 cm breit sein.

4.3.4 Der Mannschaftskapitän muss auf seinem Trikot unter der Nummer auf der Brust einen Streifen von 8 x 2 cm haben.

4.3.5 Es ist verboten, Spielerkleidung ohne ordnungsgemässe Nummern (Regel 4.3.3) oder von anderer Farbe als die anderen Spieler zu tragen (Regel 4.3.1). (ausgenommen ist der Libero, Regel 8.5).

4.4 VERÄNDERUNGEN DER KLEIDUNG
Der erste Schiedsrichter kann einem oder mehreren Spielern gestatten:

4.4.1 barfuss zu spielen,

4.4.2 durchnässte Spielerkleidung zwischen den Sätzen oder nach einer Auswechslung zu wechseln, vorrausgesetzt, dass die neue Spielerkleidung in Farbe, Modell und Nummer gleich ist,

4.4.3 bei kühlem Wetter in Trainingsanzügen zu spielen, vorausgesetzt, dass diese bei der gesamten Mannschaft in Farbe und Modell gleich (ausgenommen ist der Libero) sowie entsprechend der Regel 

4.3.3. nummeriert sind. 

4.5 VERBOTENE GEGENSTÄNDE

4.5.1 Es ist untersagt, Gegenstände zu tragen, die Verletzungen verursachen oder dem Spieler einen künstlichen Vorteil bringen können.

4.5.2 Die Spieler dürfen auf ihr eigenes Risiko Brillen oder Linsen tragen.

5. MANNSCHAFTSFÜHRUNG

Der Mannschaftskapitän und der Trainer sind beide für das Verhalten und für die Disziplin ihrer Mannschaftsmitglieder verantwortlich.

5.1 KAPITÄN

5.1.1 VOR DEM SPIEL hat der Mannschaftskapitän den Spielberichtsbogen zu unterschreiben und seine Mannschaft bei der Auslosung zu vertreten.

5.1.2 WÄHREND DES SPIELS fungiert der Mannschaftskapitän als Spielkapitän, wenn er spielt. Befindet sich der Mannschaftskapitän nicht auf dem Feld, muss der Trainer oder er selbst einen anderen Spieler (ausser dem Libero) benennen, der die Aufgaben des Spielkapitäns übernimmt. Dieser Spielkapitän behält seine Verantwortung solange, bis er ausgewechselt wird, der Mannschaftskapitän wieder spielt oder der Satz endet.
Der Spielkapitän ist das einzige Mannschaftsmitglied, dem es gestattet ist, mit den Schiedsrichtern zu sprechen, aber nur, während sich der Ball nicht im Spiel befindet: 

5.1.2.1 um Erläuterungen über die Anwendung oder Auslegung der Regeln zu erbitten und auch Bitten oder Fragen seiner Mannschaftsmitglieder zu übermitteln. Er muss dem ersten Schiedsrichter sofort mitteilen, dass er sich das Recht vorbehält, am Ende des Spiels einen offiziellen Protest im Spielberichtsbogen einzutragen (Regel 23.2.4.); 

5.1.2.2 um die Genehmigung zu erbitten:
a) die Spielerkleidung zu wechseln,
b) die Aufstellung der Mannschaften zu überprüfen,
c) den Boden, das Netz, den Ball usw. zu überprüfen;

5.1.2.3 um Auszeiten und Spielerauswechslungen zu beantragen (Regel 16.2.1).

5.1.3 NACH DEM SPIEL hat der Mannschaftskapitän:

5.1.3.1 den Schiedsrichtern zu danken und den Spielberichtsbogen zur Bestätigung des Resultats zu unterschreiben;

5.1.3.2 die Möglichkeit, falls er (oder der eingewechselte Spielkapitän) zuvor seine gegenteilige Auffassung dem ersten Schiedsrichter mitgeteilt hat, diese zu bestätigen und als offiziellen Protest im Spielberichtsbogen einzutragen bzw.eintragen zu lassen (Regel 5.1.2.1).

5.2 TRAINER

5.2.1 Während des Spiels leitet der Trainer das Spiel seiner Mannschaft von ausserhalb des Spielfeldes. Er bestimmt über die Anfangsaufstellungen, Auswechslungen und nimmt Auszeiten, um Anweisungen zu geben. Für diesen Aufgabenbereich ist seine Ansprechperson der zweite Schiedsrichter.

5.2.2 VOR DEM SPIEL trägt der Trainer die Namen und Nummern seiner Spieler in den Spielberichtsbogen ein oder überprüft sie und unterschreibt diesen.

5.2.3 WÄHREND DES SPIELS, der Trainer:

5.2.3.1 übergibt vor jedem Satz dem Schreiber oder dem zweiten Schiedsrichter das/die ordnungsgemäss ausgefüllte/n und unterschriebene/n Aufstellungsblatt/blätter;

5.2.3.2 sitzt auf der Mannschaftsbank am nächsten zum Schreiber, darf aber diese zeitweilig verlassen; 

5.2.3.3 beantragt Auszeiten und Auswechslungen;

5.2.3.4 darf, wie auch die anderen Mannschaftsmitglieder, den auf dem Feld befindlichen Spielern Anweisungen erteilen. Dazu darf der Trainer innerhalb der Freizone im Bereich vor seiner Mannschaftsbank von der Verlängerung der Angriffsfläche bis zur Aufwärmfläche stehen oder sich dort bewegen. Dabei darf er das Spiel nicht beeinträchtigen oder verzögern.

5.3 TRAINERASSISTENT

5.3.1 Der Trainerassistent sitzt auf der Mannschaftsbank, hat aber nicht das Recht, ins Spiel einzugreifen.

5.3.2 Falls der Trainer seine Mannschaft verlassen muss, darf auf Antrag des Spielkapitäns und mit Genehmigung des ersten Schiedsrichters der Trainerassistent die Aufgaben des Trainers übernehmen. 

6. PUNKT-, SATZ- UND SPIELGEWINN

6.1 PUNKTGEWINN

6.1.1 Spielfehler
Führt eine Mannschaft eine nicht regelgerechte Spielaktion aus oder verletzt die Regeln auf andere Weise, pfeift einer der Schiedsrichter einen Spielfehler. Die Schiedsrichter bewerten die Fehler und setzen entsprechend den Regeln die Strafen fest.

6.1.1.1 Werden zwei oder mehrere Fehler hintereinander begangen, wird nur der erste geahndet.

6.1.1.2 Werden zwei oder mehrere Fehler von Gegnern gleichzeitig begangen, wird auf DOPPELFEHLER entschieden und der Spielzug wiederholt.

6.1.2 Die Folgen eines Fehlers
Die Folge eines Fehlers ist der Verlust des Spielzuges:

6.1.2.1 war der Gegner der Mannschaft, die den Fehler begangen hat, die aufschlagende Mannschaft, erhält er einen Punkt und schlägt weiter auf;

6.1.2.2 war der Gegner der Mannschaft, die den Fehler begangen hat, die annehmende Mannschaft, erhält er einen Punkt und gewinnt das Aufschlagrecht. 

6.2 SATZGEWINN
Gewinner eines Satzes (ausgenommen der entscheidende fünfte Satz) ist die Mannschaft, die als erste 25 Punkte mit einem Vorsprung von mindestens zwei Punkten erzielt. Im Falle des Gleichstandes von 24 : 24 wird das Spiel fortgesetzt, bis ein Vorsprung von zwei Punkten erreicht ist (26 : 24; 27 : 25....).

6.3 SPIELGEWINN

6.3.1 Gewinner des Spiels ist die Mannschaft, die drei Sätze gewinnt.

6.3.2 Im Falle eines 2 : 2-Gleichstands wird der entscheidende (fünfte) Satz bis 15 Punkte gespielt, wobei ein Vorsprung von zwei Punkten zu erreichen ist.

6.4 NICHTANTRETEN UND UNVOLLSTÄNDIGE MANNSCHAFT

6.4.1 Wenn sich eine Mannschaft trotz Aufforderung weigert zu spielen, wird sie als nicht angetreten erklärt und verliert das Spiel mit dem Ergebnis 0:3 für das Spiel und 0:25 für jeden Satz.

6.4.2 Eine Mannschaft, die sich ohne triftigen Grund nicht rechtzeitig auf dem Spielfeld einfindet, wird mit dem gleichen Ergebnis wie in Regel 6.4.1 als nicht angetreten erklärt.

6.4.3 Eine für den Satz oder für das Spiel (Regel 7.3.1) als UNVOLLSTÄNDIG erklärte Mannschaft verliert den Satz oder das Spiel. Der gegnerischen Mannschaft werden die zum Satzgewinn fehlenden Punkte oder die zum Spielgewinn fehlenden Punkte und Sätze zuerkannt. Die unvollständige Mannschaft behält ihre Punkte und Sätze.

7. AUFBAU DES SPIELS

7.1 AUSLOSUNG
Vor dem Spiel vollzieht der erste Schiedsrichter eine Auslosung, um über den ersten Aufschlag und die Spielfeldseiten im ersten Satz zu entscheiden.
Ist ein Entscheidungssatz zu spielen, wird eine neue Auslosung durchgeführt.

7.1.1 Die Auslosung findet im Beisein der beiden Mannschaftskapitäne statt.

7.1.2 Der Gewinner der Auslosung wählt: ENTWEDER
7.1.2.1 das Recht, den Aufschlag auszuführen oder ihn anzunehmen, ODER
7.1.2.2 die Spielfeldseite.
Dem Verlierer verbleibt die ausstehende Wahl.

7.1.3 Im Falle des aufeinanderfolgenden Einspielens steht das Netz zuerst derjenigen Mannschaft zur Verfügung, welche den ersten Aufschlag hat. 

7.2 EINSPIELEN

7.2.1 Vor dem Spiel darf jede der Mannschaften sich 3 Minuten am Netz einspielen, wenn sie vorher ein anderes Spielfeld zur Verfügung hatte. Wenn nicht, erhalten sie je 5 Minuten.

7.2.2 Wenn beide Kapitäne einverstanden sind, sich am Netz gemeinsam einzuspielen, stehen den Mannschaften entsprechend der Regel 7.2.1 entweder 6 oder 10 Minuten zur Verfügung. 

7.3 MANNSCHAFTSAUFSTELLUNG

7.3.1 Es müssen immer sechs Spieler einer Mannschaft im Spiel sein.

7.3.1.1 Die Startaufstellung der Mannschaft zeigt die Rotationsfolge der Spieler auf dem Feld an. Sie muss während des Satzes beibehalten werden.

7.3.1.2 Wenn eine Mannschaft einen "Libero" (Regel 8.5) eingetragen hat, muss seine Nummer auch auf dem Aufstellungsblatt des ersten Satzes zusammen mit den Nummern der sechs Spieler der Startaufstellung vermerkt werden.

7.3.2 Vor Beginn jedes Satzes muss der Trainer die Startaufstellung seiner Mannschaft auf einem Aufstellungsblatt festlegen. Dieses ordnungsgemäss ausgefüllte und unterschriebene Blatt ist dem zweiten Schiedsrichter oder dem Schreiber zu übergeben. 

7.3.3 Die Spieler, die in einem Satz nicht zur Startaufstellung gehören, sind für diesen Satz Auswechselspieler.

7.3.4 Nach der Übergabe des Aufstellungsblattes an den zweiten Schiedsrichter oder an den Schreiber ist eine Änderung der Aufstellung nicht gestattet, es sei denn, es erfolgt eine reguläre Auswechslung.

7.3.5 Abweichungen zwischen den Positionen der Spieler auf dem Feld und dem Aufstellungsblatt.

7.3.5.1 Wird eine Abweichung vor Beginn des Satzes festgestellt, müssen die Positionen der Spieler entsprechend dem Aufstellungsblatt berichtigt werden. Es erfolgt keine Bestrafung.

7.3.5.2 Befindet sich vor Beginn des Satzes auf dem Feld ein Spieler, der auf dem Aufstellungsblatt dieses Satzes nicht eingetragen ist, muss dieser Spieler entsprechend dem Aufstellungsblatt ersetzt werden. Es erfolgt keine Bestrafung.

7.3.5.3 Wenn jedoch der Trainer wünscht, dass der (die) nicht registrierte(n) Spieler auf dem Spielfeld verbleibt (verbleiben), muss er eine reguläre Auswechslung beantragen. Diese wird im Spielberichtsbogen eingetragen. 

7.4 POSITIONEN
In dem Moment, in dem der Aufschlagspieler den Ball schlägt, muss jede Mannschaft, ausgenommen der Aufschlagspieler, in ihrem eigenen Feld entsprechend der Rotationsfolge aufgestellt sein.

7.4.1 Die Positionen der Spieler werden wie folgt nummeriert:

7.4.1.1 Die drei Spieler entlang des Netzes sind Vorderspieler und nehmen die Positionen 4 (vorne-links), 3 (vorne-Mitte) und 2 (vorne-rechts) ein.

7.4.1.2 Die anderen drei Spieler sind Hinterspieler und besetzen die Positionen 5 (hinten-links), 6 (hinten-Mitte) und 1 (hintenrechts).

7.4.2 Die Positionen der Spieler untereinander:

7.4.2.1 Jeder Hinterspieler muss sich weiter entfernt vom Netz befinden als der entsprechende Vorderspieler.

7.4.2.2 Die jeweiligen Vorderspieler und Hinterspieler müssen sich seitlich entsprechend der in der Regel 7.4.1 bestimmten Reihenfolge aufstellen.

7.4.3 Die Positionen der Spieler werden durch die Stellung der den Boden berührenden Füsse wie folgt bestimmt und kontrolliert (Abb. 4):

7.4.3.1 Bei jedem Vorderspieler muss zumindest ein Teil seines Fusses der Mittellinie näher sein als die Füsse des jeweiligen Hinterspielers.

7.4.3.2 Bei jedem rechten oder linken Spieler muss zumindest ein Teil seines Fusses der rechten bzw. linken Seitenlinie näher sein als die Füsse des Mittelspielers der entsprechenden Reihe.

7.4.4 Nach dem Aufschlag dürfen die Spieler ihre Position verlassen und jeden beliebigen Platz auf ihrem Feld und in der Freizone einnehmen.

7.5 POSITIONSFEHLER

7.5.1 Die Mannschaft begeht einen Positionsfehler, wenn ein Spieler im Moment, in dem der Aufschlagspieler den Ball schlägt, sich nicht auf seiner richtigen Position befindet (Regel 7.3 und 7.4).

7.5.2 Wenn der Aufschlagspieler im Moment des Schlages (Regel 13.4 und 13.7.1) einen Fehler begeht, gilt dieser in bezug auf den Positionsfehler als der zuerst begangene.

7.5.3 Wenn der Aufschlag nach dem Schlagen des Balles fehlerhaft wird (Regel 13.7.2), ist der Positionsfehler zu ahnden.

7.5.4 Ein Positionsfehler führt zu folgenden Konsequenzen:

7.5.4.1 die Mannschaft wird mit einem Spielzugverlust bestraft (Regel 6.1.2);

7.5.4.2 die Positionen der Spieler werden berichtigt.

7.6 ROTATION

7.6.1 Die Rotationsfolge wird durch die Anfangsaufstellung der Mannschaft festgelegt und anhand der Aufschlagreihenfolge sowie die Positionen der Spieler während des gesamten Satzes überprüft.

7.6.2 Hat die annehmende Mannschaft das Aufschlagrecht gewonnen, rücken die Spieler um eine Position im Uhrzeigersinn weiter: der Spieler auf der Position 2 nach Position 1 zum Aufschlag, der Spieler auf der Position 1 zur Position 6 usw.

7.7 ROTATIONSFEHLER

7.7.1 Ein Rotationsfehler wird begangen, wenn der Aufschlag nicht entsprechend der Rotationsfolge erfolgt (Regel 7.6.1). Er führt zu folgenden Konsequenzen:

7.7.1.1 die Mannschaft wird mit einem Spielzugverlust bestraft (Regel 6.1.2);

7.7.1.2 die Rotationsfolge der Spieler wird berichtigt.

7.7.2 Zusätzlich muss der Schreiber den genauen Zeitpunkt des Fehlers feststellen. Alle durch die schuldige Mannschaft danach erzielten Punkte werden annulliert. Die Punkte des Gegners bleiben erhalten.
Kann dieser Zeitpunkt nicht ermittelt werden, werden keine Punkte annulliert, und ein Spielzugverlust ist die einzige Sanktion.

8. SPIELERAUSWECHSLUNG

Eine Auswechslung ist der Vorgang, bei dem ein Spieler, nachdem er vom Schreiber notiert worden ist, ins Spiel kommt und den Platz eines anderen Spielers einnimmt, der das Feld verlassen muss. Eine Auswechslung muss vom Schiedsrichter genehmigt werden (bezüglich der Auswechselprozedur siehe Regel 16.5).

8.1 AUSWECHSELBESCHRÄNKUNGEN

8.1.1 Einer Mannschaft sind höchstens sechs Auswechslungen je Satz erlaubt. Ein oder mehrere Spieler können zur gleichen Zeit ausgewechselt werden.

8.1.2 Ein Spieler der Anfangsaufstellung kann aus dem Spiel ausscheiden und wieder zurückkehren, aber nur einmal pro Satz und nur auf seine vorherige Position in der Aufstellung. 

8.1.3 Ein Auswechselspieler kann nur einmal im Satz anstelle eines Spielers der Startaufstellung ins Spiel eintreten und er kann nur durch den Spieler ersetzt werden, für den er eingewechselt wurde.

8.2 AUSNAHMSWEISE AUSWECHSLUNG
Ein verletzter Spieler (ausgenommen der Libero, Regel 8.5.2.4), der nicht weiterspielen kann, muss regulär ausgewechselt werden. Wenn das nicht möglich ist, darf die Mannschaft eine AUSNAHMSWEISE Auswechslung durchführen, die über die Einschränkungen der Regel 8.1 hinausgeht.
Eine ausnahmsweise Auswechslung bedeutet, dass jeder Spieler, der sich im Augenblick der Verletzung nicht auf dem Feld befindet (ausgenommen der Libero und/oder der Spieler, der ihn ersetzt), für den verletzten Spieler eingewechselt werden darf. Der ersetzte verletzte Spieler darf nicht in das Spiel zurückkehren.

8.3 AUSWECHSLUNG WEGEN HINAUSSTELLUNG
Ein HINAUSGESTELLTER oder DISQUALIFIZIERTER Spieler (Regeln 21.3.2 und 21.3.3) muss durch eine reguläre Auswechslung ersetzt werden. Ist das nicht möglich, wird die Mannschaft als UNVOLLSTÄNDIG erklärt (Regel 6.4.3 und 7.3.1).

8.4 IRREGULÄRE AUSWECHSLUNG

8.4.1 Eine Auswechslung ist irregulär, wenn sie über die Beschränkungen der Regel 8.1 hinausgeht (ausgenommen der Fall in Regel 8.2).

8.4.2 Wenn eine Mannschaft eine irreguläre Auswechslung vollzogen hat und das Spiel wieder fortgesetzt wurde (Regel 9.1), ist wie folgt zu verfahren:

8.4.2.1 die Mannschaft wird mit einem Spielzugverlust bestraft (Regel 6.1.2);

8.4.2.2 die Auswechslung wird berichtigt;

8.4.2.3 die von der schuldhaften Mannschaft seit dem Begehen des Fehlers erzielten Punkte werden annulliert. Die Punkte des Gegners bleiben erhalten.

8.5 Der LIBERO

8.5.1 Der Libero (Regel 4.1.2) muss vor dem Spiel auf dem Spielberichtsbogen in eine eigene, dafür vorgesehene Zeile eingetragen werden. Seine Nummer muss ebenfalls auf dem Aufstellungsblatt des ersten Satzes vermerkt werden (Regel 7.3.1.2).

8.5.2 Für den Libero gelten folgende besondere Regeln:

8.5.2.1 Ausrüstung Spielerkleidung, Trikot oder Leibchen des Liberos (oder Leibchen des neubenannten Liberos) müssen so beschaffen sein, dass sie sich in Farbe oder Design von der Spielerkleidung der anderen Mannschaftsmitgliedern abheben (Regel 4.3.5). Die Nummerierung muss aber gleich sein, wie die der übrigen Mannschaftsmitglieder.

8.5.2.2 Spielaktionen
a) Der Libero darf für jeden Hinterspieler eingetauscht werden.
b) Er darf nur als Hinterspieler agieren und es ist ihm nicht erlaubt, einen Angriffsschlag, von wo auch immer (sowohl aus dem Spielfeld als auch aus der Freizone) auszuführen, wenn sich der Ball im Augenblick der Berührung vollständig oberhalb der Netzoberkante befindet.
c) Er darf weder aufschlagen, blocken noch einen Blockversuch ausführen.
d) Ein Spieler darf nach einem oberen Zuspiel des in der Vorderzone befindlichen Liberos den Angriff nicht oberhalb der Netzoberkante ausführen. Erfolgt die gleiche Aktion des Liberos hinter der Vorderzone, bestehen beim Angriff keine Einschränkungen.

8.5.2.3 Austausch von Spielern
a) Austauschaktionen mit Beteiligung des Liberos zählen nicht als reguläre Auswechslungen. Sie sind in ihrer Anzahl unbeschränkt, es muss aber mindestens ein Spielzug zwischen zwei Austauschaktionen liegen. Ein Libero kann nur durch denjenigen Spieler wieder ausgetauscht werden, für den er eingetauscht wurde.
b) Austauschaktionen können nur vor dem Pfiff zur Ausführung des Aufschlags stattfinden:
i. am Anfang eines jeden Satzes, nachdem der zweite Schiedsrichter die Startaufstellung kontrolliert hat oder;
ii. während der Ball aus dem Spiel ist.
c) Eine Austauschaktion, die nach dem Pfiff zur Ausführung des Aufschlags stattfindet, darf nicht zurückgewiesen werden, soll aber mündlich verwarnt werden. Jede Wiederholung einer solchen verspäteten Austauschaktion wird wie eine Spielverzögerung geahndet.
d) Sowohl der Libero als auch der an der Austauschaktion beteiligte Spieler dürfen das Spielfeld nur über die vor ihrer Mannschaftsbank befindliche Seitenlinie zwischen der Angriffslinie und der Grundlinie betreten oder verlassen. 

8.5.2.4 Benennung eines neuen Liberos
a) Im Falle einer Verletzung des eingetragenen Liberos kann der Trainer mit Genehmigung des ersten Schiedsrichters einen anderen Spieler als neuen Libero benennen. Dieser Spieler darf sich zum Zeitpunkt der Neubenennung nicht auf dem Spielfeld befinden. Der verletzte Libero darf nicht wieder in das Spiel zurückkehren. 
b) Der neubenannte Libero agiert als Libero für den Rest des Spiels. 

9. SPIELSITUATIONEN

9.1 BALL "IM SPIEL"
Der Ball ist im Spiel vom Augenblick des Schlages des vom ersten Schiedsrichter genehmigten Aufschlags an.

9.2 BALL "AUS DEM SPIEL"
Der Ball ist in dem Augenblick «aus dem Spiel», in dem ein von einem der Schiedsrichter gepfiffener Fehler begangen wird. Liegt kein Fehler vor, ist der Augenblick des Pfiffs massgebend.

9.3 BALL "INNERHALB" (IN)
Der Ball ist «innerhalb», wenn er den Boden des Spielfeldes einschliesslich der Begrenzungslinien berührt (Regel 1.3.2).

9.4 BALL "AUSSERHALB2 (AUS)
Der Ball ist "ausserhalb", wenn er:

9.4.1 vollständig ausserhalb der Begrenzungslinien den Boden berührt (die Berührungsfläche ist massgebend); 

9.4.2 einen Gegenstand ausserhalb des Feldes, die Decke oder eine ausserhalb des Spiels befindliche Person berührt;

9.4.3 die Antennen, Spannseile, Pfosten oder das Netz selber ausserhalb der Seitenbänder berührt;

9.4.4 die senkrechte Ebene des Netzes entweder vollständig oder teilweise ausserhalb des Überquerungssektors überquert, ausgenommen der Fall in Regel 11.1.2;

9.4.5 die senkrechte Ebene unterhalb des Netzes vollständig durchquert (Abb. 5)

10. DAS SPIELEN DES BALLES

Jede Mannschaft muss innerhalb der eigenen Spielfläche und des eigenen Spielraumes spielen (ausgenommen Regel 11.1.2). Der Ball darf aber von ausserhalb der Freizone zurückgespielt werden.

10.1 SCHLÄGE JE MANNSCHAFT
Eine Mannschaft hat das Recht auf höchstens drei Schläge (zusätzlich zum Block, Regel 15.4.1), um den Ball zurückzuspielen. Werden mehr benötigt, begeht die Mannschaft den Fehler «VIER SCHLÄGE».
Die Schläge der Mannschaft schliessen nicht nur absichtliche Schläge der Spieler, sondern auch unbeabsichtigte Ballkontakte ein. 

10.1.1 AUFEINANDERFOLGENDE KONTAKTE
Ein Spieler darf den Ball nicht zweimal hintereinander schlagen (ausgenommen Regeln 10.2.3, 15.2 und 15.4.2). 

10.1.2 GLEICHZEITIGE KONTAKTE
Zwei oder drei Spieler dürfen den Ball zur gleichen Zeit berühren.

10.1.2.1 Wenn zwei (drei) Mitspieler den Ball gleichzeitig berühren, so zählt dies als zwei (drei) Schläge (ausser beim Block). Wenn diese Spieler versuchen den Ball zu erreichen, aber nur einer berührt ihn, zählt dies als ein Schlag. Ein Zusammenprall von Spielern stellt keinen Fehler dar.

10.1.2.2 Wenn zwei Gegner den Ball oberhalb des Netzes gleichzeitig berühren und der Ball bleibt im Spiel, hat die Mannschaft, auf deren Seite der Ball fällt, das Recht auf drei weitere Schläge. Geht ein solcher Ball «aus», ist dies ein Fehler der Mannschaft auf der gegenüberliegenden Seite.

10.1.2.3 Führen gleichzeitige Ballkontakte von Gegnern zu einem "GEHALTENEN BALL" (Regel 

10.2.2), wird auf "DOPPELFEHLER" erkannt (Regel 6.1.1.2) und der Spielzug wird wiederholt.

10.1.3 SCHLAG MIT HILFESTELLUNG
Innerhalb der Spielfläche darf ein Spieler weder von einem Mitspieler noch durch irgendein Gerät/Gegenstand Unterstützung erhalten, um den Ball zu erreichen.